Luther 3
Von Margot Käßmann bis Culcha Candela:
                       
                                     So wird der Reformationssommer!




Bis zu 120 Veranstaltungen pro Woche sollen in der Hochsaison des Reformationsjubiläums Besucher nach Wittenberg locken. Über den Stand der Vorbereitungen für den langjährig geplanten Eventsommer informierte der Betreiber "Reformationsjubiläum 2017" am Montagabend mehr als 120 Wittenberger Bürger bei einem Stadtgespräch. "Der Reformationssommer hat bereits angefangen", betonte der Geschäftsführer des Reformationsjubiläums, Ulrich Schneider, in seinem Zwischenbericht.

Das 360-Grad-Panorama "Luther 1517" des Künstlers Yadegar Asisi hätten seit seiner Eröffnung im Oktober bereits mehr als 50.000 Besuchern gesehen. "Bis mindestens 2021 soll es weiterlaufen", sagte Schneider. Auch der Truck auf dem Europäischen Stationenweg sei "regelmäßig gut besucht". Bis zu seiner Ankunft in Wittenberg am 20. Mai werde er - wie zuletzt in Italien und nun auf dem Weg nach Ljubljana - Menschen an die Reformation erinnern sowie deren Geschichten sammeln und nach Sachsen-Anhalt bringen.

Zur Weltausstellung "Tore der Freiheit", bei der sich Kirchen und Organisationen aus aller Welt präsentieren, werde es für Besucher auch eine kostenlose App geben, kündigte Schneider an. Die enthalte unter anderem einen Audio-Guide, der neben den sieben Torräumen auch wichtige Orte der Reformation in der Lutherstadt erklärt.

Die Stimmen auf der Konzertwiese vor dem Wittenberger Schloss sollen nach Angaben des Veranstalters ein breites Musikspektrum abbilden, zu dem Liedermacher wie Klaus Hoffmann (16. Juni) ebenso gehören wie Popsänger Laith al-Deen (17. Juni) oder die HipHop- und Dancehall-Band Culcha Candela (3. Juli).

Außerdem stehen den Wittenbergern noch viele Bauvorhaben bevor. Dazu zählen unter anderem ein 25 Meter hoher Aussichtsturm in Form einer Jubiläumsausgabe der Lutherbibel, ein Labyrinth aus Holzpfählen, ein barrierefreier Hochseilgarten, Veranstaltungszelte für Regentage oder die Andachtsstätte "House of One" für den interreligiösen Dialog zwischen Juden, Christen und Muslimen, die nach dem Berliner Vorbild entstehen soll. Der Veranstalter zeigte sich zuversichtlich, dass alles rechtzeitig fertig wird.

epd/GB